Der Gropius-Drücker und andere Türklinken der Moderne

Die Rheinland-Drücker

Entwurf erster Künstler (!)

Hersteller Gebrüder Nofen, Hösel

Produktionszeit von ca. 1929 bis 1933

Zu den interessantesten Türklinken der frühen 1930er Jahre zählen die so genannten Rheinland-Drücker, nach Entwürfen „erster Künstler“ gefertigt. Leider verraten die Kataloge des einstigen Herstellers, die Gebrüder Nofen, nicht die Namen dieser Künstler, aber es wird deutlich, dass es sich dabei um Anhänger einer konstruktivistischen Formensprache gehandelt haben muss. Die Rheinland-Drücker zeichnen sich vor allem durch die Kombination einfacher geometrischer Formen, wie Rechteck und Kreis aus. Das umfangreiche Sortiment wurde ergänzt durch entsprechende Fensteroliven und Griffstangen und ist durchaus vergleichbar mit dem Angebot der Berliner Bronzegießerei S. A. Loevy, einem der führenden Hersteller moderner Beschläge. Wegen der kurzen Produktionszeit sind die zumeist aus Messing, Neusilber oder Weißbronze gefertigten Beschläge heute nur noch gelegentlich zu finden.

Unter den Rheinland-Drückern befand sich auch eine Türklinke ähnlich dem Gropius-Drücker. Sie hatte lediglich anstelle des quadratischen Vierkantquerschnittes einen sechseckigen Querschnitt (siehe links oben).

GENO-Katalog von 1930

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