Der Gropius-Drücker und andere Türklinken der Moderne

Der Wehag-Handform-Standarddrücker

Entwurf Max Burchartz (1887-1967)

Hersteller Wehag - Wilhelm Engstfeld AG, Heiligenhaus

Produktionszeit von 1929 bis etwa 1935

Der Wehag-Handform-Standarddrücker entstand 1929 als Teil eines Beschlagprogramms aus der Zusammenarbeit zwischen Max Burchartz und der Wilhelm Engstfeld AG in Heiligenhaus. Burchartz hatte damals das gesamte Erscheinungsbild der bis dahin mehr im Stildrücker-Segment tätigen Wehag umgekrempelt, das Sortiment drastisch reduziert und eben das neue Handform-Standardbeschlagprogramm entwickelt. Die beiden sehr konstruktivistisch anmutenden Türdrücker wurden bei Wehag als Modelle 32 und 40 geführt. Dazu gehörten Fensteroliven, ein Türgriff, ein Türknauf, ein Briefschild und verschiedene andere Beschlagteile. Erstmals spielte bei der Gestaltung auch die ergonomische Betrachtungsweise des „Greifens“ eine Rolle, die dann kurze Zeit später mit den Wehag-Einheitsbeschlägen optimiert wurde.

Die Wehag-Handform-Standarddrücker wurden wegen ihrer etwas eigentümlichen Form und einer dadurch bedingten aufwendigen Herstellung nur einige Jahre, zumeist aus Nicksil, einer Sondermessinglegierung vergleichbar dem Neusilber, produziert. Heute sind sie nur noch ganz selten anzutreffen. Wie alle Wehag-Beschläge dieser Zeit tragen sie den Wehag-Stempel als Markung.

Wehag-Katalog von 1931

Copyright 2001-2017 by Harald Wetzel