Der Gropius-Drücker und andere Türklinken der Moderne

Die Metallgießerei Gebrüder Hülsdell, Heiligenhaus

Firmengeschichte

Die Metallgießerei und Baubeschlagfabrik der Gebrüder Hülsdell war auf die Herstellung von Messing-, Weiß- und Rotbronzebeschlägen, ab 1935 auch auf Leichtmetallbeschläge, nach eigenem Modellvorrat oder nach Kundenentwurf spezialisiert. Die Firma hat bis in die 1990er Jahre in Heiligenhaus existiert.

Beschläge der Gropius’schen Form

Die Metallgießerei der Gebrüder Hülsdell bot schon ab 1930 das umfangreichste Sortiment an Beschlägen der Gropius’schen Form an. Darunter sieben unterschiedliche Türdrücker, in fünf Größen ganz aus Metall als Modell Nr. 295 und in zwei Größen mit einer Horngriffrolle als Modell Nr. 3162. Dazu wurden in zwei Größen Fensteroliven als ModellNr.  938 und in vier Längen und drei Durchmessern Pendeltürgriffe als Modell Nr. 3175 angeboten. Ab 1933 kamen weitere Türgriffe und Halboliven sowie Türlangschilder mit geraden und gekröpften Griffen hinzu. Bis dahin waren Beschläge der Gebrüder Hülsdell mit dem Warenzeichen “geha” gekennzeichnet. Da es damals offensichtlich häufig zu Verwechslungen mit dem gleichnamigen Büroartikelhersteller gekommen war, wechselte die Firma um 1933/34 ihr Warenzeichen in “GeHü”.

Ab 1935/36 reduzierte sich das Angebot Gropius’scher Formen auf fünf unterschiedlich große Türdrücker, einige Türgriffe, z.T. mit Bakelit- oder Kunsthorngriffrollen, und ein Sortiment verschiedener Pendeltürgriffe. Als Material wurde ausschließlich Plantinoxal, ein Leichtmetall, verwendet. Die Produktion erfolgte vermutlich bis in die ersten Kriegsjahre hinein. Ein letzter Katalog mit Beschlägen der Gropius’schen Form erschien 1939.

Beschläge der Gebrüder Hülsdell waren zumeist mit dem Firmenlogo gekennzeichnet, welches meist am Drückeransatz eingeschlagen wurde.

GeHü Logo von 1934
Katalog von 1933
Katalog von 1933

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