Der Gropius-Drücker und andere Türklinken der Moderne

Die GAGFAH-Normendrücker

Entwurf unbekannt

Hersteller waren verschiedene Baubeschlag-Betriebe

Produktionszeit von etwa 1928 bis Mitte der 1930er Jahre

Der Normendrücker der Gemeinnützigen Aktien-Gesellschaft für Angestellten-Heimstätten (GAGFAH) war reduziert auf einen abgewinkelten Rundstab, der am Ende in einer Halbkugel endete. Auf dem ersten Blick ähnelt er einer Variante des Frankfurter Normendrückers, jedoch verläuft da der Rundstab konisch und endet nicht kugelförmig. Ähnliche Drückerentwürfe sind einige Jahre früher von Ludwig Wittgenstein (1889-1951) und Heinrich Tessenow (1876-1950) bekannt geworden. Die Intensionen des unbekannten Entwerfers waren um 1928 sicher ähnlich, wie im Frankfurter Hochbauamt, nämlich einen preiswerten typisierten Beschlag für den industriellen Wohnungsbau zu schaffen. So entstanden neben dem Türdrücker auch hier eine Fensterolive, ein Türknauf und verschiedenes Zubehör. Im Wesentlichen war er wohl für die Groß- und Siedlungsbauten der GAGFAH bestimmt, ist aber auch in anderen Bauten zu finden. Hergestellt wurde er vorzugsweise aus Weißbronze oder Eisenguss, Aluminiumausführungen sind nicht bekannt.

Katalog Normenbeschläge von 1930

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