Der Gropius-Drücker und andere Türklinken der Moderne

Das Westfälische Metallwerk Franz Schneider, Brakel

Firmengeschichte www.fsb.de

Das heute unter dem Namen FSB bekannte Unternehmen wurde 1881 in Iserlohn gegründet. Seit 1909 ist es in Brakel ansässig und widmete sich Anfangs der Herstellung von Möbel- und Türbeschlägen. Später spezialisierte sich die Firme ausschließlich auf die Herstellung von Tür- und Fensterbeschlägen. FSB zählt heute zu den renommiertesten Baubeschlag-Herstellern in Deutschland und ist vor allem für seine Zusammenarbeit mit  namhaften Designern bekannt. Hier steht die Firma FSB in der Tradition zu S. A. Loevy.

Beschläge der Gropius’schen Form

Die Herstellung von Türdrückern in der Gropius’schen Form ist bisher nicht überliefert, wohl aber die, verschiedener Pendeltürgriffe. Es handelt sich dabei um die Modelle Nr. 7222b, 7223, 7228 und 7229. Die Griffe waren in gerader und gekröpfter Form ganz aus Metall oder mit einem Presshorngriff lieferbar.

Eine besondere Spezialität der Firma FSB waren in den 1920er und 1930er Jahren die so genannten Nickelhorn-Türdrücker aus gebogenem Nickelblech und einem Kunststoffgriff. Sie folgten in der Form den Frankfurter Normendrückern von Ferdinand Kramer, die anstelle des abgewinkelten Vierkantstabes einen Rundstab besaßen.

Im Ergebnis eines Design-Workshops entstand 1986 ein Re-Design des Gropius-Drückers, eine Arbeit des italienischen Designers Alessandro Mendini. Er ist heute als Modell Nr. 1102 in den FSB-Handbüchern zu finden.

 

Katalog aus den 1920er Jahren
Re-Design  für FSB von A. Mendini

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