Der Gropius-Drücker und andere Türklinken der Moderne

Die Rheinische Türschliesser-Fabrik Boge & Kasten, Solingen

Firmengeschichte

Am 8. Mai 1903 gründeten der Werkmeister Adolf Boge und der Schlosser Fritz Kasten in Solingen die Rheinische Türschliesser-Fabrik Boge und Kasten. Aus den Anfangsbuchstaben der beiden Firmengründern und der Stadt Solingen entstand der Firmenname BKS, der 1922 beim Reichspatentamt als Marke eingetragen wurde. Produktion von Türschliessern, die Türen nahezu geräuschlos ins Schloss fallen liessen, war so erfolgreich, dass die Firma schon nach einigen Jahren ein größeres Produktionsgebäude beziehen musste.

Spätestens ab 1926 ist anstelle von Fritz Kasten ein Carl Bremshey Eigentümer der Firma. Ein Name, der noch heute in Solingen ein Begriff ist. Allerdings nicht im Zusammenhang mit Türschliessern, sondern als Hersteller eines zusammenschiebbaren Regenschirms, der als „Knirps“ ab 1932 von Bremshey & Co. in Solingen millionenfach produziert wurde.

Die BKS ging 1928 in den Besitz des US-amerikanischen Schlossherstellers Yale and Town über und wurde mit den Firmen Damm & Ladwig sowie den Vereinigten Riegel- und Schlossfabriken zur BKS Handels-Gesellschaft mbH zusammen geführt. Der Firmensitz wurde nach Velbert verlegt. Als Hersteller von Schlössern, insbesondere von Sicherheitsschlössern, wurde BKS weltweit bekannt.

Seit 1983 befindet sich BKS im Besitz der Gretsch-Unitas-Gruppe und ist heute noch immer in Velbert ansässig.

Bauhaus Normen Modell

Im Jahre 1935 bot die Firma BKS in einer Liste T2 Gusseiserne Qualitäts-Türdücker an, darunter auch ein Bauhaus Normen Modell in der Gropius’schen Form als Nr. 122.  Es war in drei Größen von 110, 115 und 120 mm Länge aus Grau- und Temperguss mit Patent- und Ansatzführung lieferbar. Die Drücker waren mit schwarzem Einbrennlack überzogen. Eine Kennzeichnung mit dem BKS-Logo erfolgte auf dem Drückerstift.

Liste T2 von  1935
BKS Logo von 1935

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