Der Gropius-Drücker und andere Türklinken der Moderne

Normendrücker und andere Türklinken der Moderne

Von je her haben Architekten und Baumeister Entwürfe für Türklinken und andere Beschläge angefertigt, die sie dann in einer Schmiede oder einer Gießerei umsetzen ließen. So entstanden seit Beginn des 19. Jahrhunderts für bedeutende Bauwerke auch immer entsprechende Beschlag-Entwürfe, die  oft Eingang in die Musterbücher und Kataloge der jeweiligen Baubeschlag-Hersteller fanden. Eine Tradition, die sich bis in die 1930er Jahre fortsetzte. Allein die Berliner Bronzewarenfabrik S. A. Loevy konnte bis 1930 auf über 30 namhafte Architekten verweisen, die Beschläge für sie entworfen hatten. Dazu zählten neben Peter Behrens (1868-1940), Bruno Paul (1874-1968) und Henry van der Velde (1863-1957) insbesondere ab den 1920er Jahren auch Architekten des Neuen Bauens, wie Ludwig Mies van der Rohe (1886-1969) oder Erich Mendelsohn (1887-1953). Auch andere Baubeschlag-Hersteller suchten die Zusammenarbeit mit  Künstlern und Architekten. So die Wilhelm Engstfeld AG in Heiligenhaus mit Wilhelm Riphahn (1889-1963) und Max Burchartz (1887-1967) oder Ernst Wagener in Solingen mit Ferdinand Kramer (1898-1985).

Nachfolgend werden einige wichtige Medelle der 1920er Jahre vorgestellt:

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